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Führerschein
Können Sie sich noch an
Ihre erste Fahrstunde erinnern? Gemeint ist hier nicht die in aller
Heimlichkeit mit dem Auto des Vaters im Feld auf eigene Faust durchgeführte
Fahreinheit, die schon alleine wegen des Risikos des "Erwischt-Werdens"
heftige Schweißausbrüche verursachte. Vielmehr soll hier
die Rede sein von der ersten und unter der Aufsicht eines autorisierten
Fahrlehrers absolvierten Übungseinheit, welche sicherlich auch
bei Ihnen die Kupplung des Fahrschulwagens und die Nerven der anderen
Verkehrsteilnehmer stark in Mitleidenschaft gezogen hat.
Der Erfolg der Fahrstunden stellte sich sehr schnell ein und –
auch wenn man noch keinen Führerschein
in der Hand hatte – war man bald man in der Lage, das Auto von
A nach B zu fahren, wobei ich in diesem Zusammenhang nicht von "unfallfrei"
sprechen möchte, da dieses Ergebnis nur dadurch zustande gekommen
ist, dass der eben schon erwähnte Fahrausbilder entweder eingriff
oder andere Verkehrsteilnehmer bereits durch das mit der Warntafel "Fahrschule"
kenntlich gemachte Ausbildungsfahrzeug zu mehr Konzentration und Aufmerksamkeit
aufgefordert wurden.
Im Ernst, auch nach den insgesamt 20 Stunden Fahrunterricht, die zum
Teil bei Dunkelheit, teilweise auch bei regennasser Fahrbahn absolviert
wurden, zuzüglich der Theoretischen Einheiten, hatte ich zwar nach
der erfolgten Fahrprüfung den begehrten EU-Führerschein
in der Hand, konnte aber keineswegs wirklich sicher Auto fahren.
In den jungen Jahren eines nicht ganz gestandenen Mannes werden eben
verschiedene Herausforderungen angenommen, die weder mit dem in der
Fahrschule Gelehrten, noch mit dem Budget für Reparaturen Konform
gehen. Mit meinem ersten Auto hatte ich jedenfalls bescheidene 45 PS
zur Verfügung, die in ihrem Ausmaß sicher dazu beigetragen
haben, dass ich heute noch lebe.
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