Als Nachfolger des VW Bora kommt
nun der VW Jetta auf den Markt. Die auf Basis des Golf gefertigte Stufenheck-Limousine
feierte in den USA bereits große erfolge. Mehr Platz, eine erweiterte
Serienausstattung, sowie das sportliche Design überzeugen und rechtfertigen
den leicht höheren Preis im Vergleich zum Golf.
Besonderes Merkmal des sportlich wirkenden Jetta ist der in Chrom gefasste
Kühlergrill. Dieser unterstreich die Dynamik und das dominante Auftreten
der "kleinen" Limousine, wobei das Design der neuen Design-Linie
von VW trotzdem treu bleibt. Auch das Heck ist sehr gelungen. Große
Rückleuchten im LED-Design erinnern an den Passat. Die deutlich elegantere
und weichere Linienführung lassen es jedoch deutlich sportlicher
wirken, als das Heck des Passat.
Der Innenraum dagegen präsentiert sich eher langweilig, aber sehr
übersichtlich. Die Ähnlichkeit zum Golf ist unverkennbar.
Hier hätte ein wenig Kreativität sicher nicht geschadet. Stattdessen
sind die Multifunktionsanzeige Plus, sowie das Spiegelpaket 2 aus dem
Golf, welches unter anderem automatisch abblendbare Außenspiegel
beinhaltet, nicht erhältlich.
Die Ausstattungslinien aber sind aus dem Golf bekannt. Trendline, Comfortline
und Sportline sind wählbar, bieten jedoch andere Vorteile, als
im kleinen Bruder. Beispielsweise fehlen in der Variante Comfortline
die Alufelgen, jedoch wird hier Serienmäßig die Parkdistanzkontrolle
hinten mitgeliefert. Weiterhin sind vierfach elektrische Fensterheber,
eine Klimaanlage mit halbautomatischer Regelung und beheizbare Außenspiegel
bereits in der Ausstattungslinie Trendline Serie.
Bei den Motoren müssen Jetta-Fahrer auf einige aus dem Golf bekannte
Aggregate verzichten. Beispielsweise sind, wie im Passat, keine Allradvarianten
erhältlich, sowie kein 6-Gang-Getribe im 105 PS starken 1.9 TDI.
Ansonsten sind vom 1.6 Liter-Benziner über den 2.0 TDI bis hin
zum 2.0 FSI mit 150 PS die aus dem Passat bekannten Motoren erhältlich.
Zusätzlich ist in der Ausstattungslinie Sportline der 2.0 TFSI
aus dem Golf GTI erhältlich. In Zeiten stetig steigender Spritpreise
sind hier die Unterhaltskosten aber auch enorm hoch.
Alles in Allem hebt sich der Jetta vor hauptsächlich durch sein
Design vom Golf ab. Das Plus an Raum ist ein weiterer Vorteil. Jedoch
muss man auf einige Motoren verzichten, sowie auf die Eine oder Andere
Sonderausstattung. Wer aber eine sportliche Limousine sucht, und auf
Luxusausstattung verzichten kann, ist mit dem Jetta sehr gut bedient.