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Bilder Fälschung und ihre Folgen
Zweimal hinschauen
- Bilder und ihre Folgen
Die Bilderflut in den Medien Fernsehen
und Zeitschriften wird nur noch durch die unüberschaubare
Anzahl an Momentaufnahmen im Internet übertroffen. Wer bei google
beispielsweise nach Bildern sucht, wird zu jedem Thema fündig.
Alles, was sich irgendwann einmal fotografieren ließ oder einen
Schnappschuss wert gewesen ist, findet sich in riesigen Datenbanken
wieder. Einige Seiten haben die Kunst der Fotografie schon zu ihrem
Themenschwerpunkt gemacht und einen Marktplatz dafür geschaffen.
Bildertausch, Kauf, Verkauf, Hochladen, Herunterladen. Kaum
etwas sorgt für so viel Aufsehen wie ein Bild. Und kaum
ein anderer Dateityp ist so rege gefragt, wie eine Bilddatei. Alleine
Eltern die für ihre Kinder ein passendes Motiv für eine Geburtstagskarte
suchen, bedienen sich gerne der Vielfalt des Internets.
Manchmal entdeckt man dabei Kurioses. Ein Bild kommt einem vielleicht
sehr bekannt vor. Vielleicht ist es genau das, was zuvor im Fernsehen
zu sehen war oder in einer Klatschzeitung für lange Gesichter gesorgt
hat. Doch nicht selten findet man diese Bilder in privater Verwendung.
Beim genauen Betrachten könnte einem dann auffallen, dass in vielen
Fällen auch privat nachgebessert wurde. Wenn ein Bild möglicherweise
urheberrechtlich geschützt ist, verändert man das Aussehen
einfach ein wenig und erhält quasi ein vollkommen neues. Der Ursprung
ist in der Netzwelt kaum nachzuvollziehen. Und die Bildbearbeitung ist
auch für den Laien professionell zu beherrschen. Dafür sorgen
so gängige Programme wie PhotoImpact oder Photoshop.
Praktisch sind diese Anwendungen für unschöne Details in
ansonsten durchaus gelungenen Urlaubsfotos. Die Helligkeit
kann nachträglich immer noch ausgebessert werden. Und selbst Collagen
von Verwandten sind möglich. Diese sind auch beliebte Überraschungen
zu besonderen Gelegenheiten, wie auch zu Geburtstagen oder sonstigen
Jubiläen. Gegen diese Art der Manipulation kann man nichts sagen.
Es dient dem Spaß an der Fotografie und der Ausnutzung
der technischen Möglichkeiten. Kritischer wird es dagegen, wenn
bildliche Zeitzeugen verändert und somit gefälscht werden.
Diese Form der Fälschung ist beinahe so alt wie der Fotoapparat
selbst. Dabei möchte doch jeder ein vollkommen makelloses Model
auf einem Titelbild sehen können. Die Fehler werden einfach
wegretuschiert.
Allerdings gibt es ein enorm großes Problem,
wenn wichtige Dokumente und Aussagen dadurch völlig
falsch wiedergegeben werden. Dies käme im schlimmsten
Fall dem absichtlichen Rufmord gleich und steht unter Strafe. Bisher
wird in vielen Medien noch nachgebessert, was das Zeug hält. Am
Fraunhofer-Institut forscht man derzeit an intelligenten
Wasserzeichen, die unbemerkt an Dateien angehängt werden und sich
nicht abschütteln lassen. Das dürfte für böse Überraschungen
sorgen. Zumal sich die Wasserzeichen nicht einmal nach dem Ausdrucken
und Einscannen merklich abstreifen lassen sollen. In dem Spielemarkt
setzt man nur sehr dezent auf diese teure Technik gegen Fälschungen.
Doch dass sie wirkt, beweisen hier Firmen wie EA. Einen solchen Kopierschutz
erhofft man sich demnächst auch bei Bildern, so dass mit der Aussage
nicht mehr nach Belieben gespielt werden kann.
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