So entsteht Wein
Für den Weinbauer beginnt
die eigentliche Arbeit im Frühjahr, also lange vor der Weinlese
im Herbst. Der Wein wird im Weingarten „geformt“, d.h. es
werden Taten gesetzt, die die Qualität des Weines bestimmen. Diese
Taten sind jedoch die großen Geheimnisse eines Weinbauers.
Italienisches Flair bei Gourmondo.de Holen Sie sich die kulinarische Welt Italiens nach Hause!
www.gourmondo.de

Die Weinlese
Die Lese wird durch den Reifezustand (die Erreichung eines bestimmten
Zuckergrades) bestimmt. Haben die Trauben den nötigen Zuckergrad
erreicht, wird mit der Weinlese begonnen. Dazu werden die Trauben abgeschnitten
und in den Betrieb zur Verarbeitung gebracht. Dort wird mit der eigentlich
Weinerzeugung begonnen. Bei der Erzeugung unterscheidet man zwischen
Weißwein- und Rotwein-Erzeugung:

Die Weißwein-Erzeugung
Zu Beginn werden die Trauben „gekeltert“, was bedeutet,
dass die Trauben zerkleinert werden. Die Schale der Traube platzt auf
und der Saft sowie das Fruchtfleisch treten aus. Dieser Vorgang erleichtert
das anschließende Pressen der Trauben.
Danach kommen die Trauben in die Weinpresse - Weißwein wird nämlich
immer gepresst! Direkt von der Presse läuft der Most in einen Behälter,
einem so genannten „Klärbehälter“ – dort
wird der Most 12-24 Stunden stehen gelassen, damit sich Trübteilchen,
wie Schalen und Kerne, absetzen können. Anschließend wird
der geklärte Most in einen neuen Behälter umgefüllt und
die so genannte „Gärung“ beginnt.
Der vergärbare Zucker und die natürliche Hefe des Mostes
setzen die Gärung in Gang. Nun wird der Zucker in Alkohol und Kohlendioxyd
umgewandelt. Nach 8 bis10 Tagen ist der Jungwein fertig gegärt.
Dieser Jungwein wird filtriert, um alle unerwünschten Stoffe,
die er noch enthält zu entziehen. Durch das Filtrieren erlangt
der Wein auch Stabilität und kann nun in Flaschen abgefüllt
oder in Fässer ausgebaut werden.
Die Rotwein-Erzeugung
Der große Unterschied bei der Rotweinerzeugung ist, dass die
Trauben auf der so genannten Maische vergoren werden, bevor sie in die
Presse kommen. Der Most wird zusammen mit den Schalen und dem Fruchtfleisch
gegärt – dabei werden die Farb- und Gerbstoffe aus den Beerenhäuten
ausgelöst, die dem Most seine Farbe und Geschmack verleihen.
Je nach gewünschten Farbtiefe und Gerbstoffherbheit dauert die
Gärung 4-21 Tage. Nach dem Abschluss der Gärung, wird der
vergorene Most gepresst. Nun folgt ein weiterer wichtiger Schritt bei
der Rotwein-Erzeugung– nämlich der biologische Säureabbau.
Dabei wird die harte Apfelsäure, die sich im jungen Rotwein befindet,
in die mildere Milchsäure und CO² umgewandelt. Dadurch wird
der Säuregehalt des Weines milder und der Wein harmonischer. Nach
dem biologischen Säureabbau kann der Wein in Barrique-Fässer
ausgebaut, oder bevor er in Flaschen abgefüllt wird, filtriert
und geschönt werden.
Weiterführende Links: Wien Konkret, Portal mit Wien Informationen
|