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Antisemitismus in Rumänien
Antisemitismus im neuen
Osteuropa
- Rumänien
Antisemitische Ausschreitungen gab es in Rumänien unter vielen
Herrschern, sie waren der Sündenbock in Auseinandersetzungen der
unzufriedenen Bauern mit ihrer herrschenden Schicht.
Während der russischen Okkupation (19. Jahrhundert) sind mehr als
200 „Judengesetze“ erlassen worden, welche später den
deutschen Nationalsozialisten als Vorbild dienten. Dies führte
dazu das von 1900 – 1906 mehr als 70.000 Juden nach Amerika emigrierten.
Nach dem ersten Weltkrieg gab es eine weitere Welle des Judenhasses,
getragen von der „Legion“ (gegründet durch Corneliu
Codreanu). 1940 kam es zu einer Koalitionsregierung, die ein enges Verhältnis
zu den Nazis unterhielt. Während dieser Zeit wurden Schätzungen
zu folge zwischen 300.000 – 400.000 rumänische Juden ermordet.
Als Folge dieser Ereignisse wanderten nochmals zahlreiche Juden aus,
diesmal auch nach Israel. 1990 lebten nur noch etwa 20.000 Juden in
Rumänien. Nach dem Sturz Ceaucescus kam es zu der bisher letzten
Auswanderungswelle – mittlerweile verblieben nur 8 – 9.000
Juden in dem ehemaligen Ostblock
Staat.
Neue Rechte
Das Bild Rumäniens ist von Armut bestimmt, die Privatisierungen
der Betrieb, unter dem Druck der EU verschlechterten die Lage des gemeinen
Arbeiters weiter, Korruption und Mafiastrukturen weiteten sich aus.
Nachdem Nicolai Ceaucescu gestürzt wurde gründete ein ehemaliger
Offizier der gefürchteten Geheimpolizei Securitate die „Partei
Großrumänien“ (PRM) die offen gegen die ungarische
Minderheit sowie Juden und Roma hetzt.
1994 gründete sich eine Gruppe "Neue Rechte" (nicht zu
verwechseln mit einer Naziorganisation gleichen Namens), die rege Kontakte
zu westeuropäischen Vertretern der "Neuen Rechten", vor
allem den Kreis um Benoist in Frankreich, unterhält und bei internationalen
Konferenzen der Rechten auftritt. Sie berufen sich auf die Theorie des
Ethnopluralismus und treten ein für eine Wiedergeburt national
revolutionärer Ideologie auf der Basis völkischer Ideen.
Die Enttäuschung der Bevölkerung führte 1996 zu einem
politischem Machtwechsel - zu einem Bündnis aus Sozialdemokraten,
Christdemokraten und Nationalliberalen.
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