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Streitnähe - Google vs Yahoo
In der Gunst um den einzelnen Kunden ist vielen Firmen
nahezu jedes Mittel recht. Enorme Werbekampagnen oder innovative Ideen
bis hin zu unglaublichen Preisnachlässen sind die bekannten Formen. Im
Internet jedoch scheint es noch eine Spur härter zuzugehen, wenn man
sich um User balgt. Die meisten Produkte verkaufen sich hier im Bereich
der Werbung und dort wiederum nur über die Masse. Doch auch im Hinblick
auf Millionen von Surfern ist der einzelne mit seiner Gunst zu
gewinnen. Es gibt eine Adresse im Internet, die kennt wohl jeder.
Wahrscheinlich kann sich niemand davon freisprechen schon einmal
„gegooglet“ zu haben. So bezeichnet sich mittlerweile die Suche über
die größte Suchmaschine am Markt. Der Anteil am gesamten Markt ist
riesig und für Mitstreiter so gut wie uneinholbar.
Die meisten Versuche Google ein Stück vom Kuchen wegzunehmen
scheiterten. Google ist über die Jahre enorm gewachsen und das
Unternehmen hat sich personell dementsprechend verstärkt. Dabei war
Yahoo noch eher am Ball und rührte kräftig die Werbetrommel. Irgendwie
ist es Google aber gelungen, sich insgesamt besser zu verkaufen.
Ansprechenderes Design, einfachere Suchoptionen oder höhere
Trefferquoten? Die genauen Ursachen sind nur schwer auszumachen. Fakt
ist, dass diese beiden für den Großteil der Internetnutzer nicht
wegzudenken sind, wenngleich das Verhältnis doch sehr unausgeglichen
wirkt. David steht einmal mehr dem übermächtigen Goliath gegenüber.
Doch selbst Microsoft durfte jüngst mit seinem Internet Explorer
erfahren, wie schnell man Marktanteile verliert, weil man den
entsprechenden Trend verschlafen hat.
Yahoo rüstet diesbezüglich auf und möchte in Zukunft noch mehr Menschen
zueinander finden lassen. Dabei wird die Präsent nicht grundlegend als
Chat- Community ausgelegt sein und schon gar nicht zur Single-Börse
umfunktioniert. Vielmehr sollen Nutzer mit gleichen Interessen einander
näher gebracht werden. Die Möglichkeiten und der Blickwinkel werden für
den einzelnen Nutzer anstei??????gen bzw. stark erweitert. Das Projekt trägt
den Arbeitstitel „Yahoo 360“ und steht für die Zusammenführung von
Surfern, die sich über persönliche Online-Journale austauschen und
anschließend bequem direkt miteinander kommunizieren können. So sollen
wie von selbst neue Freundeskreise entstehen, was letztendlich auch die
Attraktivität von Yahoo wieder enorm steigern würde. Wenn ein
entsprechendes Netzwerk aus Interessierten aufgebaut ist, so lassen
sich diese zum „Kundenkreis“ zählen.
Als ob man es bei Google geahnt hätte, liefert man eine sehr
ähnliche Plattform, um den Konkurrenten von vornherein auszustechen.
Der Name ist hier Orkut und führt ähnliches im Schilde. Doch Google
würde nicht den Anspruch des Marktführers haben und sich auf einem
gleichen Produkt ausruhen. In der Zwischenzeit möchte man es zusätzlich
den kleinen, lokalen Anzeigenblättern schwer machen und eine
zielgenauere Suche anbieten. Die Suche soll nun mit dem eigenen
Standort verbunden werden, was einen direkten Stich gegen diverse
Zeitungen mit Kleinanzeigen darstellt. Wenn das Internet diese Funktion
auch noch bietet, können die entsprechenden Zeitungen und Rubriken
gleich dicht machen. Zumal sich Google und Yahoo auch in diesem Bereich
einen direkten Schlagabtausch liefern. Na wenn da mal nicht wieder ein
paar mittelständische Betriebe auf der Strecke bleiben werden.
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