Hotelkrise in Moskau
Moskau ist eine schnell wachsende
Stadt. Seit dem Fall des „eisernen Vorhangs“ ist es auch
eine Stadt mit einem schnell wachsenden Städtetourismus –
Russland Reisen
gehen im Moment nach Moskau. Das Problem: Der Stadt gehen die Hotelzimmer
aus.
Gerade im Bereich der Mittelklassehotels ist Moskau
schlecht bestückt. Hotels in einem günstigen Preissegment
sind in den letzten Jahren abgerissen worden. Unter den verschwundenen
Übernachtungsmöglichkeiten sind so renomierte Namen wie das
berühmte Hotel Moskwa, die Hotels Intourist und Sport oder das
vergleichsweise preiswerte Hotel Minsk in der zentralen Einkaufstraße
Twerskaja. Die Konsequenz war für die kommunalen Tourismus-Manager
erschreckend: gerade westliche Städtetouristen blieben aus.
Nur rund 180 Hotels in Moskau mit etwa 70.000 Betten
stehen für Moskau Reisende zur Verfügung. Viel zu wenige für
die russische Metropole mit ihren fast 10 Mio Einwohner. Die hohen Preise
der Hotels sind auch nicht immer ein Anzeichen von hohen Qualitätsstandards
sondern bei vielen Hotels einfach möglich durch ein das Angebot
übersteigende Nachfrage.
Jetzt haben die Stadtoberen ein millionenschweres Investiotionsprogramm
aufgelegt: Bis zum Jahr 2008 soll die Zahl der Hotelbetten in Moskau
auf rund 200.000 ansteigen – ein verdreifachung der Kapazität.
Und gerade die westlichen Städtetouristen liegen dabei im Auge
der Planer. Angestrebt sind 3,5 Millionen Touristen – das wäre
mehr als eine Verdoppelung. Allerdings: Das erste Projekt im Rahmen
dieser Aufstockung der Hotelkapazität ist ein Luxushotel direkt
am Roten Platz - Hotel Kremljowsk. Hier werden die Übernachtungen
zwischen 1500 und 3000 US-Dollar kosten – nicht unbedingt ein
günstiges Hotel.
Viel günstiger geworden ist die Anreise nach Moskau: No Frills
Airlines wie die dba und Germania Express fliegen günstig Moskau
Domodedovo an. Mit dem Billigflieger Germanwings kann man den Flughafen
Moskau Sheremetyevo erreichen.
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