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  Risikosportarten werden populärer - Gefahr für Gesundheit

Für immer mehr Menschen ist die Arbeitswelt langweilig bis anstrengend. Doch eine richtige Herausforderung will einfach nicht entstehen. Und stundenlanges Aktenordnen und Papierkram erledigen beanspruchen weder den Körper noch den Geist. Stress hilft zwar abzunehmen, doch muss man für so ein Ziel nicht unbedingt derart immense Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Den ultimativen Thrill sucht man deshalb gerne in seiner Freizeit. Im Sport können sich viele etwas beweisen. Stets sind neue Bestleistungen möglich und der Ansporn kann dauerhaft ansteigen. Seit ein paar Jahren sind Extremsportarten sehr beliebt. Klettern in luftigen Höhen, ohne Netz und doppelten Boden, um den Adrenalinspiegel nach oben zu treiben oder Bungee-Jumping, um die Welt einmal aus einer vollkommen neuen Perspektive zu erleben.

Damit der Körper nicht einschläft, ist Sport zwingend notwendig. Doch Fußball und andere althergebrachte Mannschaftssportarten verlieren zusehends ihren Reiz. Exotisch und aufregend muss der Sport von heute sein. Früher reichten einfache Leibesertüchtigungen und Leichtathletik aus, um den Sportbegeisterten zufrieden zu stellen. Mittlerweile muss das Risiko für Leib und Leben schon enorm hoch sein, damit ein Sport seine Fans findet. Diese Entwicklung kann man sehr gut an dem Beispiel der Wintersportarten nachvollziehen. Free-Climbing an Eispassagen muss herhalten, will man sich im Leben noch ein echtes Abenteuer gönnen. Oder aber man hebt im Stile der Skiflug-Adler von einer Schanze in luftige Höhen ab.

Noch vor zehn Jahren war Ski-Springen längst nicht so populär. Die Siegprämien fielen gering aus und eigentlich waren sie das Risiko von Abstürzen und Verletzungen nicht wert. Zumindest wenn man von dem normalen Sportenthusiasten ausgeht. Doch die Popularität wurde enorm gesteigert und bald schon wollte ein jeder über 100 Meter springen. Wie Martin Schmitt oder Sven Hannawald. Mediziner und Psychologen sind sich einig: In Zukunft werden noch viel mehr Menschen, jung wie alt, den absoluten Kick im Leben suchen und der lässt sich am einfachsten über eine Sportart erreichen.

Viele glauben, dass man beruflich ausbleibenden Erfolg mit einem Zusatz an sportlichem Ehrgeiz auffangen könnte. Und in der Tat kann so etwas neue Impulse fördern. Was bei diesem gesteigerten Bedürfnis nach wahnwitzigem Risiko in Vergessenheit gerät, ist die Tatsache, dass höhere Verletzungsrisiken drohen und man anschließend mehr Schaden als Nutzen aus seinem Sport zieht. Manch einer führe sich gar auf wie ein Halbstarker. Sport muss allzeit vernünftig betrieben werden und jemand, der vielleicht nur ein wenig seine Figur aufwerten möchte, der muss sich nicht einem Selbstbeweisungszwang aussetzen.

 



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